Workshop
Patientenpfade/Clinical-Pathways

Termin/Ort: Auf Anfrage.
Dieses Seminar führen wir auf Wunsch auch hausintern durch. 
 
Mit dem Erlös einer Fallpauschale für die gesamte Krankenhausbehandlung erhält der interdisziplinäre Behandlungsansatz und die interprofessionelle Zusammenarbeit den höchsten Stellenwert. Die ökonomischen Erfordernisse erzwingen Antworten auf die Frage, wie die gemeinsame Leistung möglichst wirtschaftlich und dabei für den Kunden zufriedenstellend erbracht werden kann. Ein strategisches Instrument dazu sind die aus dem Prozessmanagement weiterentwickelten Patientenpfade/Clinical-Pathways:

Patientenpfade beschreiben den optimalen Weg eines speziellen Patiententyps (Erkrankung) mit seinen verwaltungstechnischen, diagnostischen und therapeutischen Leistungen, in seiner zeitlichen Abfolge.
Dabei umfassen die Pfade alle Unterstützungsprozesse, Art und Umfang von Ressourcenverbrauch (ökonomische Bewertung), Festlegen von Qualitätszielen und deren Messung sowie die interdisziplinären, abteilungsübergreifenden Regelungs-/Übergabepunkte.
Patientenpfade sind keine starr übernommenen Leitlinien, sondern eine standardisierte, konsentierte Beschreibung dessen, was kliniküblich ist.

 
Ziel: Mit der Einführung und Anwendung von Patientenpfaden werden drei Hauptziele verfolgt:
  • Optimierte Strukturen und Abläufe, verkürzte Verweildauer, Abbau unnötiger Leistungen (Leistungs- und Kostentransparenz, Risk-Management durch festgelegte Standards und Absprachen)
  • definierte Qualitäts- und Behandlungsziele (Berücksichtigung der Kundenerwartungen)
  • Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und damit Verbesserung der Teamarbeit aller an der Behandlung Beteiligten
In diesem Workshop vermitteln wir Ihnen und Ihren Mitarbeitern das Know-How, die Patientenpfade für Ihr Haus selbständig zu entwickeln und einzuführen. Bereits während des Workshops können bis zu 6 konkrete Pfade aus Ihrem Krankenhausalltag entwickelt werden.
 
Zielgruppe: Mitarbeiter aus den Bereichen Pflege, Verwaltung, Funktionsdienst und Ärzteschaft, deren Zusammenarbeit optimiert werden soll.
 
Inhalt: I. Ausgangssituation, Definitionen und Zielsetzung

II. Voraussetzungen zur Erstellung von Patientenpfaden

  1. Prozessmanagement: Kernprozesse als Basismodule
  2. Abkehr von Egoismen: Pfaderstellung als abteilungs-, berufsgruppen- und hierarchieübergreifende Teamarbeit
  3. Projektmanagement und Projektgruppen: Kundenzufriedenheit statt Interessenkonflikt
III. Vorgehensweise bei der Pfaderstellung - "Erfolgsfaktoren"
  1. Auswahl geeigneter Patientenpfade: Die "richtige" Patientengruppe
  2. Ist-Analyse und Zieldefinitionen, Maßnahmenplan
  3. Festlegen der ärztlichen und pflegerischen Standards pro Krankheitsbild: Anpassen von Leitlinien an die klinischen Erfahrungen und lokalen Verhältnisse (i.S. von evidence-based medicine)
  4. Pfaddokumentation mittels Ablaufdiagrammen und Testbetrieb
IV. Einführung der Patientenpfade
  1. Freigabe der Patientenpfade: Verbindliche Einführung für alle Mitarbeiter
  2. Berufung von Pfad-Eignern: Auswahl, Kompetenz und Veranwortung
  3. Abweichungs- und Komplikationsmanagement
V. Kostenrechnung und IT-Unterstützung
  1. Bewertung und Messung der Pfade: Zeit, Kosten, Qualität, individuelle Ziele
  2. Pfad-Kostenrechnung
  3. Software zur Erstellung und Pflege von Patientenpfaden
VI. Auftauchende Widerstände und deren Behebung

VII. Gruppenarbeiten: Erstellen von ausgewählten Patientenpfaden

 
Dauer: 1 - 2 Tage je nach Umfang der vorhandenen Kernprozesse, die in jeden Patientenpfad integriert werden (Basismodule aus dem Prozessmanagement: z.B. vorstationäre Behandlung, Aufnahme, Diagnostik, Visite , Entlassung)
 
Kosten: Auf Anfrage. Gern erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot. 
 
Referentin: Diplom-Volkswirt Christiana Ament-Rambow
MEDITEXT Krankenhausberaterin, Qualitätsmanager
und Zertifizierungs-Auditor DIN EN ISO 9001:2000,
EFQM-Assessor,
lizenzierter Trainingspartner der KTQ,
Schulstraße 33, 91242 Ottensoos b. Nbg.
Tel.: 09 123/123 77, Fax: 09 123/123 98.
medi@meditext.de
 
 
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